Konzert zum Jahresbeginn

Konzert zum Jahresbeginn 
der Pfarrer-Hans-Dittmann-Stiftung

Modest Mussorgsky (1839 - 1881)

Bilder einer Ausstellung
(Bearbeitung für Trompete und Orgel)

Bernhard Münchbach, Trompete
Thomas Strauß, Orgel

„Bilder einer Ausstellung“ (auch „Pictures at an Exhibition“,  „Tableaux d'une exposition“) ist ein Klavierzyklus von Modest Mussorgsky aus dem Jahre 1874. Das Werk entstand als Reaktion auf den Tod seines Freundes Viktor Hartmann. Die einzelnen Sätze beschreiben Gemälde und Zeichnungen seines Freundes, die Mussorgsky auf einer Gedächtnisausstellung gesehen hatte. Der Klavierzyklus ist ein Musterbeispiel für Programmmusik und besteht aus zehn Sätzen, die jeweils für ein Bild Hartmanns stehen und mit einer Überleitungsmusik – der „Promenade“ – verbunden werden.

Der Reichtum der Klangfarben regte schon bald nach der Uraufführung andere Komponisten an, das Werk auch für Orchester und andere Instrumentalbesetzungen zu bearbeiten. Die bekannteste Bearbeitung ist die von Maurice Ravel für großes Sinfonie-Orchester (1922). Mit dieser bekanntesten Fassung fand das Werk weltweit Beachtung.

Ausgehend von der originalen Klavierfassung haben Bernhard Münchbach und Thomas Strauß dieses in der Musikgeschichte herausragende Werk bearbeitet für Trompete und Orgel. Neben der Klangvielfalt einer großen Orgel kommen hierbei verschiedene Trompeten und Dämpfer zum Einsatz, um auch in dieser Besetzungsform die „Bilder“ vor dem geistigen Auge des Zuhörers wieder gegenwärtig zu machen.

Mit ihrer Bearbeitung der „Bilder“ waren Thomas Strauß und Bernhard Münchbach schon in vielbeachteten Konzerten in Deutschland und USA zu hören.

Bernhard Münchbach studierte Musik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Trompete: Erden Bilgen); Privatstudien bei Rolf Quinque, München. Als musikalischer Grenzgänger etablierte er sich in verschiedensten Musikbereichen: Neben Jazzaufnahmen und -konzerten und diverser Studioarbeiten (u.a. auch im eigenen Tonstudio) ist Bernhard Münchbach im Bereich der barocken, klassischen und zeitgenössischen Musik mit dem von ihm gegründeten Trompetenensemble Arte di tromba oder als Solist regelmäßig in eigenen Konzerten im In- und Ausland zu hören. Zu seinen in Konzerten aufgeführten Solowerken zählen u.a. Bachs 2. Brandenburgisches Konzert, viele Solowerke von Hertel, Telemann und Händel, aber auch Trompetenpartien der großen barocken Orchesterwerke wie Bachs Weihnachtsoratorium oder dessen H-Moll-Messe. Mit seinem deutschen Orgelpartner Thomas Strauß präsentierte Bernhard Münchbach im Rahmen einer USA-Tournee ihre eigene Bearbeitung der „Bilder einer Ausstellung“ von M. Mussorgsky. Mit der amerikanischen Organistin Susan K. Foster stellte er Kompositionen zeitgenössischer amerikanischer Komponisten in Konzerten in Deutschland und den USA vor. Seine jüngste Tournee führte ihn nach Südkorea, wo er zusammen mit Ji-Youn Han mehrere Solokonzerte in Seoul präsentierte.

Als Musikpädagoge und Instrumentallehrer unterrichtet Bernhard Münchbach an der Musikschule Offenburg/Ortenau. Er ist gefragter Dozent für Musikkurse und Referent auf Fachtagungen v.a. zum Thema Bläserklassen. Neben der Leitung mehrerer großer Schülerensembles dirigert Bernhard Münchbach ein großes Blasorchester. Bernhard Münchbach ist auch am Theater Baden-Baden zu hören.

 

Thomas Strauß studierte Kirchenmusik an der Staatlichen Musikhochschule Freiburg. Seit 1993 ist er hauptamtlicher Kantor in Oppenau. Er gründete 1995 den Bach-Chor Ortenau und konzertiert regelmäßig in Europa und weltweit als Dirigent, Solist und Kammermusiker.

Seine Berufung ist die Begleitung am Tasteninstrument.

Konzertreisen führten Thomas Strauß mit dem Freiburger Kammerchor 2000 als Pianist und Organist nach Brasilien, 2002 nach Neuseeland und 2008 nach Südfrankreich und mit dem „Wolfgang Bauer Consort“ als Cembalist 2010 nach Südafrika. Des Weiteren konzertiert er regelmäßig als Solist und Kammermusiker und folgte neben seinen Engagements in Deutschland Einladungen zu Orgel- und Cembalokonzerten nach Frankreich, Norwegen, Polen, Italien, Sardinien, in die Schweiz, Russland, Brasilien, jährlich in die USA, und nach Hawaii.

Eine langjährige Freundschaft verbindet Thomas Strauß mit dem Stuttgarter Trompeter Wolfgang Bauer. Er wirkte am Cembalo mit bei der preisgekrönten CD-Einspielung mit Trompetenkonzerten von Johann Wilhelm Hertel, wofür Wolfgang Bauer den ECHO Klassik-Preis 2009 in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“ erhielt.

Seit 2006 ist Thomas Strauß ständiger Begleiter des Komponisten und Blockflötisten Hans-Jürgen Hufeisen. In diesem Zusammenhang steht er oft mit dem Benedikterpater Anselm Grün oder Margot Käßmann auf der Bühne. Seit 2015 konzertiert er auch zusammen mit dem moldawischen Panflötisten Dorian Gheorghilas im Duo und seit 2023 mit dem mongolischen Pferdekopfgeiger und Sänger Enkhjargal Dandarvaanchig im Duo.
2002 wurde ihm die „Conservatory Medal of Excellence“ der Shenandoah University of Winchester verliehen.

2022 findet die Uraufführung des Oratoriums „Johannes“ von Thomas Strauß statt, das er zusammen mit dem Librettisten Tilmann Krieg konzipiert. Seine Leidenschaft zum Komponieren findet in diesem Großwerk seinen ersten Höhepunkt.

Bei zahlreichen Rundfunk-und Fernsehaufnahmen sowie Live-Übertragungen mit dem SWR, hr und dem NDR wirkte Thomas Strauß mit, außerdem liegen CD-Produktionen vor mit dem „Wolfgang Bauer Consort“, dem Datura-Posaunenquartett, hr-brass, den Blechbläsern des Radio-Sinfonie-Orchesters Frankfurt, mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn sowie auch mit dem Blockflötisten Hans-Jürgen Hufeisen.

Ort: Heilig-Geist-Kirche Mannheim, Roonstraße | Nähe Kunsthalle

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